Die genaue Zusammensetzung von Bubble Tea lässt sich nicht konkret beschreiben. Vielmehr ist es abhängig davon, wer diesen herstellt, weil jeder Händler sein individuelles Geheimrezept hat. Zudem lassen sich viele der Bestandteile wahllos miteinander kombinieren, so dass der Bubble Tea eher ein Produkt nach dem Motto „Mass Customization“ ist. Das heißt, jeder Kunde kann sich seine ganz individuelle Geschmacksrichtung selbst zusammenstellen. Dennoch gibt es einige grundlegende Zutaten, die in fast jedem Bubble Tea vorkommen.
Die Grundlage des Bubble Tea ist grüner oder schwarzer Tee. Dieser wird häufig mit Milch und / oder Joghurt vermischt. Als Geschmacksträger kommt hauptsächlich Fruchtsirup zum Einsatz, einst waren es auch Fruchtpürees, die in den Bubble Tea gemischt wurden. Hauptbestandteil sind aber die „Bubbles“, also die kleinen runden Perlen, die die besondere sensorische Wahrnehmung des Bubble Tea ausmachen. Unterscheiden muss man dabei zwischen den Tapioka Perlen, die ursprünglich verwendet wurden und den Popping Bobas, die eine modernere Erscheinung selbiger darstellen.
Die Tapioka Perlen zeichnen sich dadurch aus, dass sie einen festen Kern haben, aber insgesamt in ihrer Konsistenz eher an Gummibärchen erinnern. Sie entstehen aus Tapioka Mehl, das wiederum aus der Wurzel der gleichnamigen Pflanze hergestellt wird. In Verbindung mit Wasser wird das Mehl zu kleinen Perlen geformt. Nun müssen die Kugeln noch eine knappe halbe Stunde gekocht werden, damit sie die gewünschte Konsistenz aufweisen. Allerdings sind Tapioka Perlen geschmacksneutral, was zum Gedanken des Bubble Tea nicht passt. Deshalb werden sie vor dem Mixen mit dem Trendgetränk noch in eine Zuckerlösung getaucht.
Die modernere Variante der Tapioka Perlen sind die Popping Bobas, die geleeartig sind. Sie können zum Beispiel aus Alginat, einer Algenstärke, hergestellt werden. Die geleeartige Schale beinhaltet einen süßen Kern, oft aus aromatisiertem Zuckersirup oder Fruchtsaft. Der flüssige Kern zergeht dann im Mund. Entstanden sind die Popping Bobas übrigens aus einem Verfahren aus der Molekularküche. Dabei wird Saft in ein Wasserbad getropft, das mit Calciumchlorid versetzt ist. Dieses dringt jedoch nicht in die Popping Bobas ein, so dass dessen Anteil nur sehr gering ist und keine Gesundheitsschäden vermuten lässt.