Geschichte vom Herrenanzug

Die Geschichte vom Herrenanzug kennen nur die wenigsten Menschen, und das obwohl fast jeder Mann die verschiedenen Anlässe kennt und regelmäßig besucht, bei denen der Smoking, der Frack oder der Herrenanzug zum guten Ton gehören. Damit diese Unwissenheit jedoch nicht länger bestehen bleibt, wollen wir damit aufräumen. Während Krawatte, Schleife, geputzte Schuhe und Anzug heute zu den Basics im männlichen Kleiderschrank gehören, war das nicht immer so.

 

Die Geschichte von den Anfängen bis heute

Der Herrenanzug ist eine noch recht junge Entdeckung der Modewelt. Noch bis zum 18. Jahrhundert waren es die Kniebundhosen, auch bekannt als culotten, die vom europäischen Adel getragen worden. Eine riesige Farbenvielfalt, sowie prunkvolle Schnitte sollten die Macht und den Reichtum betonen. Das alles hatte freilich nichts mit dem heutigen Massanzug zu tun, dennoch beginnt zu jener Zeit die Geschichte des Herrenanzugs.

Es kam nämlich zur Französischen Revolution und damit einher ging auch die Unterwerfung des Adels unter den Willen des Volkes. Statt Kniebundhosen wurden nur pantelons getragen, also lange Hosen, die bis dato dem einfachen Volk vorbehalten waren. Zu den langen Hosen wurden Jacketts und Westen getragen, die figurbetont geschnitten waren. Damit entstand auch der Vorreiter des heutigen Herrenanzugs.

 

Die Vorreiter des Herrenanzugs

Statt der kräftigen, bunten Farben, die bei den culotten vorherrschten, wurden bei den pantelons eher gedeckte Farben verwendet. Grau-, Braun- und Schwarztöne waren angesagt und die bunten, prunkvollen Kleider einzig der Damenwelt vorbehalten.

Bekannt wurde ebenfalls Beau Brummel in diesem Zusammenhang. Der englische Adelige machte einfache Anzüge salonfähig, der Stil des Understatements war geboren. Diese einfachen Anzüge verbreiteten sich recht schnell und wurden binnen kurzer Zeit in ganz Europa getragen. Dabei prägte man den Begriff der Mode a l´anglaise.

Im Grunde genommen war damit der Herrenanzug in seiner heutigen Variante bereits fertig. Freilich wurden im 20. Jahrhundert verschiedene Modetrends geboren, die auch den Massanzug mit beeinflussten. So wurden Herrenanzüge in den 1960er Jahren beliebt, deren Hosen mit Schlag ausgestellt waren. In den 1980er Jahren dagegen setzten sich die so genannten Hochwasserhosen genauso beim Herrenanzug durch. Mittlerweile werden verschiedene Schnitte, Formen und Farben angeboten, wie folgende Aufstellung zeigt:

 

  • Stresemann – ein Anzug, der nach Gustav Stresemann benannt wurde und vor allem für den täglichen Einsatz geeignet ist.
  • Cutaway – auch dieser Anzug wird vorwiegend tagsüber getragen.
  • Smoking – dieser Herrenanzug ist besonders für festliche Anlässe am Abend geeignet.
  • Frack – der Frack ist ebenfalls ein sehr festlicher Anzug, der vorwiegend für den Abend genutzt wird.

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Der Frack als besonders festliche Form des Herrenanzugs unterscheidet sich in vielen Bereichen von ihm. So ist der Frack immer schwarz eingefärbt, während der Herrenanzug auch in Grau-, Brauntönen und vielen anderen Farben daher kommen kann.

Für viele Herren war die Maßkonfektion lange Zeit die einzige Möglichkeit, einen Herrenanzug zu erhalten, der wirklich optimal saß und den Erfolg des Trägers entsprechend betonen konnte.

In der Antike kannte man schon das Destillationsverfahren, zwar noch nicht so modern und mit ausgereiften Technologien, aber es wurden schon damals Destillate hergestellt. Im Mittelalter besaßen die Mönche die hohe Kunst des Destillierens.

Die einzige Tatsache, auf die wir uns gewiss berufen können, ist die, dass die Krawatte, im Unterschied zu anderen Kleidungsstücken, keinerlei praktischen Nutzen hat, stellten bereits Davide Mosconi und Riccardo Villarosa in ihrem Buch "Fliegen un